Ein visuelles Tagebuch - so klappt tägliches Zeichnen

Früher habe ich seitenweise Tagebücher gefüllt, als Teenager sowieso und auch später als Mutter. Seit die Kinder etwas größer geworden sind und mir nicht mehr alles, was sie tun, wie ein kleines Wunder erscheint, ist diese Gewohnheit eingeschlafen.

 

Anfang des Jahres habe ich überlegt, wie ich tägliches Zeichnen für mich etablieren kann und bin dabei auf die Idee gekommen, ein visuelles Tagebuch zu führen. Alltagssituationen mit den Kindern festhalten – geschrieben erscheint mir das langweilig, aber als Zeichnung hat das einen ganz eigenen Charme. Und ich trainiere, was ich als Bilderbuchillustratorin natürlich können muss: Menschen in verschiedenen Situationen zeichnen. Gleichzeitig ist es eine schöne Erinnerung, über die sich meine Kinder später bestimmt freuen werden.

 

Damit ein täglicher Eintrag machbar ist, habe ich mir vorgenommen, mit wenigen Strichen und farbreduziert zu arbeiten. Ich möchte pro Tag nicht mehr als zehn Minuten einplanen. Die Zeit soll nicht von meinen Bilderbuchprojekten abgehen. Wenn ich doch einmal länger brauche, dann, weil es mir solchen Spaß macht.

 

Schön ist, dass ich auf diese Weise auch an Tagen etwas schaffe, an denen ich wegen meines Alltagsjobs normalerweise nicht zum Zeichnen komme. Für Social Media habe ich diese Bilder nicht vorgesehen, da mich das unter unnötigen Druck setzen würde, besonders gut oder originell zu arbeiten. Vielleicht veröffentliche ich hin und wieder mal eines, dass mir besonders gut gefällt.

 

Ich sehe mein visuelles Tagebuch vor allem als Möglichkeit, Tag für Tag einen kleinen Schritt in meinen zeichnerischen Fähigkeiten voranzukommen.

 

 

 

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