Muss ich als Illustrator auf Instagram sein? Drei Jahre Social Media – mein Fazit

Facebook Icon, Instagram Icon, Pinterest Icon, Illustration Anka Schwelgin
Social Media für Illustratoren - nützlich oder nur frustrierend?

Um Deine Zeit nicht zu verschwenden, möchte ich diesem Beitrag sicherheitshalber vorwegnehmen, dass ich absolut kein Profi in der Nutzung von Social Media bin und wahrscheinlich auch nie sein werde. Ich teile hier lediglich meine persönlichen Erfahrungen und was ich daraus für mich geschlussfolgert habe.

 

 

Die allgemeine Meinung: Social Media ist für Illustratoren unumgänglich

 

2018 nahm ich an einem Online-Kurs für angehende Illustratoren teil. Social Media wurde dort als sehr wichtiger Punkt gewertet, um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen und auf dem Markt wahrgenommen zu werden. Diese Einstellung hat sich nach meiner Beobachtung weiter verfestigt. Egal, wo man hinschaut: Überall wird einem vermittelt, dass man nicht auf der Höhe der Zeit ist und viele Gelegenheiten verpasst, wenn man nicht auf Social Media präsent ist.

 

Privat habe ich überhaupt keine Lust auf Facebook und Co, aber um meinen Weg als Autor-Illustrator zu machen, war ich gern bereit, mich jeder neuen Herausforderung zu stellen.

 

 

3 Jahre – 3 Plattformen

 

Ich startete mit Facebook, vorrangig, weil der Online-Kurs mit einer Facebook-Gruppe verbunden war. Vielleicht war ich voreingenommen, aber ich konnte mich mit der Plattform einfach nicht anfreunden. Alles war so unübersichtlich. Nachdem ich einiges probiert hatte, erschien mir zumindest die Gruppenfunktion ganz nützlich, weshalb ich vorerst blieb. Nach mehreren Monaten hatte ich nicht das Gefühl, in den Gruppen irgendetwas zu erfahren, dass mich wirklich weiterbrachte.

 

2020 löschte ich deshalb meinen Account bei Facebook endgültig.

 

Bei Pinterest eröffnete ich ebenfalls ein Konto. Pinterest ist eher eine Bilder-Suchmaschine als eine echte Social Media Plattform im eigentlichen Sinne. Ich finde sympathisch, dass hier nichts bewertet wird. Nachdem ich mich dort angemeldet hatte, pinnte ich recht viele Bilder und legte mir dafür verschiedene Pinnwände an. Irgendwann wurde mir klar, dass ich die gepinnten Bilder im Endeffekt für nichts benutzte und das es deshalb Zeitverschwendung war.

 

Da ich meine eigenen Bilder nicht gepinnt habe, kann ich nicht sagen, ob es hilft, Kunden zu gewinnen. Es mag sein, dass bekanntere Illustratoren durch Pinterest Aufträge generieren konnten, mir persönlich ist allerdings kein Fall bekannt.

 

Ich würde Pinterest nur noch nutzen, um mir zum Beispiel ein Moodboard zu einem Projekt zu erstellen.

 

 

Instagram – die Plattform für Illustratoren

 

Um die Jahreswende 2018/2019 startete ich meinen Instagram-Account.

 

Mir gefiel es dort gut genug, um es zu versuchen. Man ist einander wohlgesonnen und ermutigt sich gegenseitig. Es gibt viele großartige Künstler, die ihre Arbeit zeigen und von denen man lernen kann.

 

Zunächst postete ich in unregelmäßigen Abständen und machte immer wieder lange Pausen. Meine Followerzahl stieg entsprechend langsam, denn Instagram belohnt häufiges und regelmäßiges Posten, am besten täglich. Das war für mich mit Familie und einem Teilzeitjob nicht machbar.

 

Hinzu kommt, dass es mir immer schwer gefallen ist, mich öffentlich zu präsentieren. Es war mit vielen Ängsten verbunden, meine Arbeiten auf Instagram hochzuladen und auch, wenn die Reaktionen positiv waren, regte mich der Vorgang des Postens und jeder hereinkommende Kommentar sehr auf.

 

Ab 2020 versuchte ich, eine gelassenere Haltung anzunehmen und regelmäßiger, etwa zweimal pro Woche zu posten. Die beste Therapie bei Ängsten ist ja bekanntlich, sich ihnen zu stellen.

 

 

Corona befeuert Social Media

 

Dann kam die Pandemie und stellte unser aller Leben auf den Kopf. Keine Buchmessen, keine Treffen, keine Termine. Ich hatte soviel Hoffnung auf dieses Jahr gesetzt, denn ich hatte soviel dazu gelernt und hatte das Gefühl, 2020 könnte ich endlich richtig durchstarten.

 

Es blieb uns nichts anderes übrig: Viele von uns verlegten ihre Aktivitäten auf die verschiedenen Social-Media-Kanäle: Messen, Lesungen, Interviews, alles fand jetzt online statt.

 

Ich verbrachte deutlich mehr Zeit auf Instagram. Mir war einfach langweilig und Instagram war mein Fenster zu Welt. Ich zeichnete und malte viel, denn ich wollte die Zeit sinnvoll nutzen. Instagram gab mir in diesem verrückten Jahr ein bißchen das Gefühl, noch da zu sein als Illustator und Geschichtenerzähler. Wenn ich meine Bilder postete, wurden sie wenigstens gesehen und im besten Fall positiv kommentiert.

 

Mit der Zeit zog mich Instagram immer mehr in seinen Bann und ich entwickelte zunehmenden Ehrgeiz, zu schaffen was andere mir vormachten: Mehr Follower, mehr Likes. Ich fing an, mich intensiver mit Instagram zu befassen und den Ratschlägen von erfolgreichen Instagramern zu folgen. Liken, kommentieren, regelmäßig posten. Der erneute Lockdown spielte mir in die Hände und ich begann, täglich kleine Bilder zu posten. Und tatsächlich nahm der Zuwachs etwas an Fahrt auf. Aber gleichzeitig beschäftigte ich mich immer mehr mit Instagram. Wenn nicht aktiv, dann doch gedanklich. Was konnte ich morgen posten? Wie lange würde ich wohl brauchen? Und übermorgen? Sollte ich sofort auf Kommentare antworten oder war es in Ordnung, wenn ich mir Zeit ließ, bis ich dafür Ruhe und Zeit hatte?

 

Jedesmal, wenn ich mein Smartphone sah, überkam mich der Reflex, es in die Hand zu nehmen, um Instagram zu checken. Aber wenn ich es tat, fühlte ich mich dadurch nicht besser. Im Gegenteil: Oft scrollte ich gedankenlos durch die Bilder, die andere mit viel Liebe und Leidenschaft erstellt hatten und nahm sie nur für Sekunden wahr. Wenn ich Illustratoren sah, die mir um Meilen voraus waren, fühlte ich mich mies und fand alles, was ich produzierte, sinnlos. Ich spürte eine zunehmende Ruhe- und Rastlosigkeit, die ich zunächst auf den Lockdown zurückführte.

 

Langsam wurde mir klar, dass ich Suchtverhalten zeigte. Tatsächlich benutzt Instagram Algorithmen, die eine Abhängigkeit erzeugen. Und ich glaube, jeder, der Instagram häufig benutzt, weiß, wovon ich rede.

 

 

Social-Media versus eigene Projekte

 

Zu diesem Zeitpunkt kündigten zwei Illustratorinnen , denen ich folgte, auf Instagram eine längere Pause an.

 

(Rebecca Green, http://myblankpaper.com/blog/2021/1/25/a-recalibration-why-im-taking-a-break-from-instagram und Imke Sönnichsen https://www.imkesoennichsen.de/)

 

Das traf einen Nerv bei mir. Beide hatten ihre Entscheidung gut begründet und auf weitere Quellen verwiesen, die ich gleich recherchierte. Ich war so erleichtert, das andere Menschen ähnlich dachten, insbesondere, da beide erfahrener und erfolgreicher sind. Ich vertraute meinem Bauchgefühl nicht, dass mir wieder und wieder sagte, dass ich meine Zeit falsch verwendete. Ich dachte, ich mache es einfach nicht richtig und bin (noch) nicht gut genug.

 

Mir war schon einige Zeit klar, dass mich die Beschäftigung mit Instagram davon abhielt, an meinen eigenen Geschichten weiter zu arbeiten. Eine Geschichte zu schreiben, umzuschreiben, zu kürzen, wieder umzuschreiben, die Erstellung des Storyboards, die Überarbeitung des Storyboards, das Ausarbeiten der einzelnen Charaktere, die Komposition der Bilder – all diese Arbeitsschritte erfordern tiefe Konzentration, Entscheidungen, es gibt Rückschläge, manchmal steckt man fest und es kostet Überwindung, weiterzumachen. Hinzu kommt, dass man ins Ungewisse arbeitet: Ob die Idee irgendwann einmal veröffentlicht wird, steht in den Sternen. Dagegen scheint es so einfach und verlockend, mal eben ein knuddeliges Tierchen zu malen und dafür auf so nette Art und ganz unmittelbar mit Herzchen belohnt zu werden.

 

Natürlich könnte ich die Arbeit an den eigenen Projekten posten. Aber über lange Phasen ist das für andere nicht interessant („Hallo! Das ist jetzt meine 7.Version der Geschichte.“) und niemand möchte all seine Ideen auf Instagram verbraten.

 

Instagram belohnt schnelles und oberflächliches Arbeiten, denn wer viel postet, wird viel ausgespielt. Ich muss deshalb täglich Content erzeugen, aber selbst für das Herstellen einer ganz einfachen Illustration brauche ich mindestens eine Stunde, tendenziell dauert es länger. Für komplexere Arbeiten benötige ich noch mehr Zeit. So bleibt keine Zeit mehr, sich Gedanken zu machen, was man eigentlich selbst zu sagen hat. Das erklärt die Beliebtheit des Hashtags #Drawthisinyourstyle und vorgegebener Challenges. Man spart sich die anstrengende Arbeit des Denkens und Ideenentwickelns und erzeugt statt dessen beliebig austauschbaren Content.

 

Aufgrund der begrenzten Zeit, die mir für meine kreative Arbeit zur Verfügung steht, muss mich also entscheiden. Entweder arbeite ich hauptsächlich an meinen persönlichen Projekten oder ich arbeite hauptsächlich für Instagram. Oder ich mache beides gleichzeitig, aber halbherzig und erziele nirgends die gewünschten Ergebnisse.

 

 

Social-Media als Ideenschmiede?

 

Im Grunde ist Social-Media für Kreative etwas sehr Positives: Es gibt uns eine Plattform. Es schickt all die Torwächter an die Seitenlinie und verbindet uns direkt und ungefiltert mit unserem Publikum. Dies ist befreiend. Und dann auch wieder nicht.

 

Follower zu haben, Menschen, die deine Arbeit liken und positiv kommentieren, schmeichelt dem Ego. Doch ob man will oder nicht, mit der Zeit beginnt man, sich nach diesen Followern zu richten, sie zufriedenzustellen, ihnen zu geben, was sie wollen, um sicherzustellen, dass die Anerkennung , die man sich wünscht, weiter fließt. Ab diesem Moment ist man nicht mehr bei sich, und sich von seinem eigenen Kern zu entfernen ist eine der häufigsten Ursachen für Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben.

 

Man könnte anführen, dass ich bin als Illustrator Dienstleister bin und die Kundenzufriedenheit oberste Priorität hat, also gebe ich meinem Social-Media-Publikum, was es möchte. Ich glaube aber, das man als Illustrator weit mehr ist als nur ein Dienstleister. Man wird Illustrator, weil man eine kreative Seele hat und diese möchte sich ausdrücken. Wenn ich dem nicht nachgehe, wird sich meine Kreativität mit der Zeit erschöpfen und ausbrennen.

 

Wenn ich nur noch als Dienstleister agiere, kann diese Arbeit in wohl nicht so ferner Zukunft von einem Programm ausgeführt werden, dem man Vorgaben zum Bildinhalt und zum Stil macht. Meine Kreativität dagegen ist allerdings etwas Besonderes und Einmaliges, das nicht so schnell durch Computer und Programme ersetzt werden kann.

 

Eines meiner wichtigsten Ziele ist es, eigene Ideen zu entwickeln und auszuarbeiten. Genau diese Ideen braucht mein Kunde möglicherweise, auch wenn er es jetzt noch nicht weiß.

 

Andy J. Pizza, der den Creativ-Peptalk-Podcast macht (https://www.creativepeptalk.com/) vertritt die Idee des Writing on Stage, also vor Publikum zu testen, wie gut eine Idee ankommt – eine Vorgehensweise, die von Komikern für Ihre Gags angewendet wird. Für Komiker mag das tatsächlich der allerbeste Weg sein und natürlich kann man auch auf Instagram testen, wie gut eine bestimmte Art zu illustrieren ankommt, aber ich sehe darin auch eine Gefahr.

 

Gehe ich mit einer unausgereiften Idee an die Öffentlichkeit, ist die Reaktion im Netz möglicherweise nicht die, die ich mir gewünscht hätte. So lasse ich das kleine, zarte Pflänzchen vertrocknen und werde nie erfahren, welche Schönheit es möglicherweise entfaltet hätte, wenn ich es weiter gegossen, gehegt und gepflegt hätte.

 

Etwas Eigenes zu erschaffen, macht mich auf eine ganz eigene Art zufrieden und glücklich, völlig unabhängig von dem, was andere dazu meinen oder von mir erwarten. Und wenn ich eine Idee bis zu einem bestimmten Punkt ausgearbeitet habe, kann ich auch bei Gegenwind hinter ihr stehen und muss sie nicht bei der leisesten Kritik sofort verwerfen. Ich wäre deshalb vorsichtig mit dem Testen meiner Ideen auf Social-Media.

 

 

Einnahmen durch Instagram?

 

Ich habe tatsächlich Illustrations-Anfragen über meinen Instagram-Account bekommen – allerdings wurde nichts daraus, wenn ich klar machte, dass ich für meine Arbeit auch vernünftig bezahlt werden wollte. Man bot mir statt dessen an, „Kooperationen“ einzugehen. Im Klartext war gemeint: Ich kann Dir kein Geld geben, aber ich poste Deine Bilder und nenne Deinen Namen, damit Du bekannter wirst.

 

Nachvollziehen kann ich das schon: Wenn die Leute sehen, dass du immer wieder ohne jegliche Gegenleistung Bilder in die Welt schickst, dann kannst du doch schnell mal was für sie machen. Das machst du doch sowieso die ganze Zeit.

 

Kaum jemand, der nicht selbst illustriert oder regelmäßig mit Illustratoren zusammenarbeitet, kann realistisch einschätzen, wie viel Arbeit hinter einem guten Bild steckt. Wenn die angebotene Gegenleistung kein Geld ist, so muss der Wert der Gegenleistung doch in einem angemessenen Verhältnis zu meinem Aufwand stehen oder das Projekt in anderer Weise im Einklang mit meinen eigenen Zielen stehen und deshalb für mich interessant sein.

 

 

Und was jetzt?

 

Nachdem ich das Buch „Konzentriert arbeiten“ von Cal Newport (erschienen im REDLINE-Verlag, Originaltitel „Deep Work) gelesen hatte, auf das ich bei meinen Recherchen gestoßen war, setzte ich mich hin und schrieb meine Gedanken zur Nutzung von Social-Media auf. Ich listete die Vor- und Nachteile auf . Ich rechnete mir sogar aus, wieviele Follower ich wohl haben müsste, um beim Verkauf von Büchern einen spürbaren Effekt zu erzielen (es müssen sehr viele sein!) und wie viele Stunden es wohl dauern würde, diese Followerzahl aufzubauen. (Nicht eingerechnet habe ich Aufträge, die über Instagram hereinkommen aus oben beschriebenen Gründen.)

Die Kosten für die erforderliche Arbeitszeit standen in keinerlei Verhältnis zu den Einnahmen, die dadurch generiert würden. Und all diese Stunden ständen mir nicht zur Verfügung für das Schreiben und Illustrieren meiner Geschichten.

 

Dies ist meine persönliche +/- Liste für die Nutzung von Instagram:

 

Das spricht dafür:

  • Instagram gibt mir eine öffentliche Plattform

  • ich kann tolle Künstler entdecken, die ich sonst vielleicht niemals gekannt hätte

  • ich bekomme ein Gefühl für neue Trends

  • ich kann mich mit Kollegen vernetzen (für mich ein sehr wichtiger Punkt!) und erfahre von Veranstaltungen, Workshops etc.

 

Das spricht dagegen:

  • Instagram nutzt meine Kunst/ meinen Content um damit Aufmerksamkeit beim Nutzer zu erzeugen, diesem Nutzer dann gezielt Werbung anzuzeigen und so Einnahmen zu erzielen

  • es erweckt den Eindruck, das Illustration schnell und billig zu haben sind und fördert Anfragen, für wenig oder gar kein Geld zu arbeiten

  • Instagram ist gezielt so aufgebaut, dass eine Abhängigkeit entsteht

  • Social-Media ist ganz allgemein ein Zeitfresser

  • durch die ständige Ablenkung verlerne ich zunehmend, konzentriert zu arbeiten

  • Instagram belohnt mich, wenn ich schnellen Content erzeuge und häufig poste und fördert dadurch, dass ich oberflächliche, leicht austauschbare Arbeiten ohne viel Tiefgang erzeuge

  • ich fühle mich oft verunsichert, wenn ich Arbeiten von Leuten ansehe, die mir um Längen voraus sind, oft kommt mir meine Arbeit danach sinnlos vor

  • ich habe mich selten gut oder glücklich bei der Nutzung von Instagram gefühlt, tatsächlich war ich danach eher unruhig, im schlimmsten Fall hinterließ es das Gefühl „Ich bin nicht gut genug“

  • der Aufwand für den Erfolg auf Instagram steht für mich in keinem adäquaten Verhältnis zum entstehenden Nutzen

 

Trotz dieser vielen Punkte würde ich nicht sagen, dass jeder Instagram und Social-Media abschwören sollte.

 

In diesen Fällen halte ich Instagram/ Social Media Nutzung als Illustrator für sinnvoll:

  • wenn ich Direktmarketing betreibe, also meine Illustrationen auf Produkten direkt an den Kunden verkaufe
  • wenn ich Originale verkaufen will (trifft eher auf Fine Art zu)
  • wenn ich endlos skalierbare Produkte wie Online-Kurse verkaufe, zum Beispiel Zeichenkurse
  • als Anfänger im Portfolioaufbau kann man nebenbei Social-Media-Plattformen bespielen
  • man hat bereits ein großes Werk geschaffen, auf das man für das Posten zurückgreifen kann und braucht nicht zusätzlich für Social-Media zu arbeiten
  • man ist schon sehr bekannt, dann gehen die Followerzahlen in der Regel schnell nach oben
  • man hat wirklich Spaß an Social-Media

 

Mein erster Reflex nach all diesen Überlegungen war, Social Media komplett den Rücken zuzukehren. Aber dann nahm ich einfach erstmal eine Auszeit. Die erste Woche war merkwürdig, dann war plötzlich alles gut und mir stand Zeit und Energie zur Verfügung, an meinen eigenen Projekten weiterzuarbeiten, ohne den Druck, jeden Tag etwas Vorzeigbares schaffen zu müssen. Nach einer Weile vermisste ich einige Künstler, denen ich auf Instagram folgte und wollte wissen, was sie machen. Und merkte, dass dies ein wichtiger Punkt ist, denn in meiner Alltagsumgebung gibt es nicht viele, die kreativ arbeiten.

 

Nach einer Pause von vier Wochen und Abwägung aller Fakten habe ich beschlossen, meinen Account nicht zu löschen. Aber ich habe meine Ziele für Instagram und meine Nutzung überdacht und angepasst.

 

Von dem Ziel, viele Follower zu gewinnen, habe ich mich verabschiedet.

 

Zukünftig werde ich die Zeit, die ich mir selbst für Social-Media gebe, so gering wie möglich halten und auf Zeiten legen, wenn konzentriertes Arbeiten mir sowieso schwer fällt. Vermutlich werde ich mehr Prozessbilder posten. Ich werde keine Arbeiten mehr ausschließlich dafür machen, dass ich sie auf Instagram posten kann. Mein Online- Schwerpunkt wird meine Website sein und ich will regelmäßiger Blogartikel schreiben (womit ich hier gerade beginne). Ich hoffe, es gibt da draußen noch ein paar Leute, die Blogs lesen.

 

Außerdem habe ich beschlossen, mehr rauszugehen, in der Natur zu zeichnen und mein Skizzenbuch zu füllen. Ich hoffe, ich kann Euch bald mehr darüber berichten.

 

Das ist ein langer Artikel geworden und bestimmt gibt es jede Menge Aspekte, die ich nicht beleuchtet habe. Wenn Ihr Lust habt, hinterlasst mir einen Kommentar, wie es Euch mit dem Thema Social-Media geht.

 

Ich wünsche Euch einen guten Start in den Frühling!

 

Anka

 

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